Tanz und Hokey Pokey

Ratet mal, wer sich wieder mal meldet! Ja, ich bin’s, Nathalie!

Hallo zusammen!

 

Am 09.03.2017 fuhr ich zu einer weiteren schönen Stadt von Neuseeland. Falls ihr euch immer noch fragt, welche es sein wird, ich habe bei den Zahlen einen kleinen Hinweis versteckt. Es ist eine Stadt, die den einzigen Laden führt, der etwas mit einem Lieblingsbuch von mir zu tun habt. Vielleicht habt ihr es schon erraten, wenn nicht, werde ich es euch in diesem Eintrag verraten.

Ich musste früher aufstehen, um meinen Intercity zu erwischen. So frühstückte ich und checkte aus. Es war eine schöne Gegend und ich mochte mein Hostel sehr. Trotzdem hatte ich nicht viel Zeit, dem nachzutrauern. Ich lief mit meinem ganzen Gepäck zur Bushaltestelle. Dafür wurde ich Zeugin eines schönen Spektakelns:

Die aufgehende Sonne, die die Berge beschien.

Es war wirklich sehr schön, natürlich aber kein seltenes Naturphänomen. Trotzdem liebte ich es. Viele Leute standen um mich herum, während wir auf den Bus warteten. Schliesslich kam der Intercity an und die Fahrt ging los. Diese Fahrt war eine der längsten auf meiner Neuseelandreise. Was auch dazu führte, dass wir mehrere Zwischenstops machten. Auch sahen wir einen der Helikopter von den Anbietern der Gletscherflüge. Und die Landschaft, die meine Inspiration und Imagination anfachten, zeigte sich von ihrer besten Seite. Wir hielten schliesslich bei der Salmon Farm an, um ein Frühstück zu kaufen. Draussen, vor dem Restaurant, sah ich noch ein Fass, das auf der Seite offenstand, wo sie Honig verkauften. Von diesem Angebot machte ich Gebrauch und zahlte ein bisschen mehr als verlangt. Neuseeländischen Honig wollte ich sowieso nach Hause schicken, damit meine Eltern auch ein bisschen davon probieren konnten. Mir schmeckt er ziemlich gut.

Nachdem die Pause beendet wurde, fuhren wir weiter durch die mystische Landschaft Neuseelands. Ich hatte eine Sitznachbarin und sprach mit ihr. Wir beide kamen zur gleichen Erkenntnis: Für einen Fantasyfilm hatte Neuseeland die perfekte Kulisse.

Bei der Mittagspause hielten wir wieder bei einem Restaurant an. Da ich aber keinen grossen Hunger verspürte, kaufte ich mir ein Eis, genannt Hokey Pokey. Es ist sehr speziell, schmeckt super und ist bis jetzt nur in Neuseeland erhältlich. Falls jemand weiss, wie man Hokey Pokey in der Schweiz bekommt, ich habe grosses Interesse. Wir hielten dann nochmal bei einem See an, der in der Sonne schön glänzte. Nach dem See hielten wir noch genau einmal an, nämlich bei einem Laden, wo man verschiedenes, frisches Obst kaufen konnte, darunter auch Kiwi-Beeren! Ihr werdet sicher sagen, die gibt es doch nicht. Gebt es doch erstmal in der Google Suche ein.

Danach kamen wir endlich an, nämlich in Queenstown! In der einzigen Stadt auf den Südinseln, die noch einen Lord of the Rings-Shop hat! Zuerst aber musste ich noch mein Hostel suchen, welches sich dank guter Wegbeschreibung nicht als so schwer entpuppte. Danach ging ich spazieren und entdeckte auch diesen Shop. Auch sonst war Queenstown eine recht schöne Stadt.

 

 

Am nächsten Tag musste ich mein Hostel wechseln, da ich nur eine Nacht in diesem verbringen konnte. Was nicht unbedingt schlecht war, so lernte ich neue Leute kennen. Dank meinem Abendspaziergang wusste ich bereits, wo mein neues Hostel war. Solche Abendspaziergänge in fremden Städten sind ganz schön praktisch, kann ich nur empfehlen. Besonders wenn ihr das Hostel am nächsten Morgen wechseln müsst.

So ging ich am diesen Tag durch die Stadt und entdeckte ein Reisebüro. Interessiert, ging ich rein. Einer der Verkäufer sprach mich an und fragte mich, an was ich Interesse hatte. Meine Antwort könnt ihr euch ja wohl denken: Landschaften oder Lord of the Rings, also Herr der Ringe. Er bot mir Reitstunden mit Tourszenen von meinem Lieblingsbuch an. Da ich nicht wusste, ob ich mich am nächsten Tag mit einer Freundin treffen würde, beschloss ich, meinen Aufenthalt zu verlängern. Also musste ich zuerst zu meinem Hostel zurückeilen, um einzuchecken und nachzufragen. Und siehe-! Ich hatte Glück! So ging ich zurück und reservierte mir einen Platz bei den etwas teureren Dart Stables Glenchory. Dann spazierte ich durch die Stadt.

 

Queenstown ist eine Stadt voller Abenteuer und auch die „Hauptstadt“ des Bungee-Jumping. Aber wenn ihr hofft, Nathalie an einem so verrückten Ding zu sehen, neee! Weit gefehlt! Ich bin zwar verrückt, aber so was ist nicht mein Ding. Das überlasse ich lieber anderen. So wie das Skydiving! Na ja, gereizt hat mich das Skydiving schon ein bisschen. Doch dann hatte ich es sein lassen, man hätte mich wohl vom Flugzeug schubsen müssen. Von alleine gesprungen wäre ich wohl nicht. Hoffentlich bin ich damit nicht die einzige, oder???

 

 

Wie die Zeit doch verflog! Ohne das ich es richtig merkte, wurde es schon Abend. Ich lief neben einem kleinen Park vorbei, als ich merkte, dass hier ein Gratiskonzert von verschiedenen Strassenkünstlern angeboten wurde. „Super!“, dachte ich und hörte eine Weile zu, dann lief ich weiter. Bei einem Shop namens Cookietime holte ich mir ein Frappé und lief am Strand entlang. Ja, die Stadt Queenstown hat einen Strand, da sie gerade am See Wakatipu liegt. Der Strand war schön und der Spaziergang angenehm. Schliesslich ging ich zurück und neben dem Park vorbei, als ich einen Tänzer sah. Ich schaute ihm eine Weile zu, da entdeckte ich eine Bekannte vom ersten Hostel. Ich lief zu ihr, hörte wieder zu, dann beschloss ich, dass ich tanzen wollte. Nein, ich war nicht betrunken, wenn ihr euch das fragt. Es war einfach eine tolle Musik und tolle Stimmung. Und tanzen kann ziemlich anstrengend sein, aber ich genoss es. Die Musik war nicht so laut und unerträglich wie in einem Club (war in Spanien in zwei Clubs, das hat mir gereicht).

Aber wie alles Gute, kam auch das Konzert leider zu Ende und ich sprach mit ein paar Leuten. Eine junge Frau war ziemlich begeistert von mir, da ich mich einfach getraut hatte, zu tanzen! Dabei hatte ich einfach Lust dazu gehabt. Bei den Künstlern war es das Gleiche: Einer fragte, ob ich nicht nach Te Anau kommen werde, da sie jemanden brauchen könnten, der Stimmung macht.

Ich? Stimmung?

Passte irgendwie nicht zusammen und ich hatte auch eine ganz andere Route im Sinn. Vorläufig. So ging ich zurück ins Hostel.

Bis zum nächsten Mal.