Milford Sound

Keanisches Haaaalloooo!

 

Am 14. März war es so weit. Ich ging zum Milford Sound. Eine wunderschöne Landschaft eines 15km langem Fjords! Aufgeregt und wie immer, stand ich zu früh vor meinem YHA und wartete auf dem Shuttle. Zu mir stiessen noch zwei junge Frauen aus Deutschland, die aber noch kurz die Schuhe wechseln gingen, da man in Neuseeland bei Touren lieber mit guten Schuhen unterwegs ist als mit schlechten.

Im Shuttle selbst genoss ich die Fahrt. Wir hielten bei den Mirror Lakes an, einem wunderschönen See und stiegen dort raus. In Deutsch übersetzt heisst dieser See „Spiegelsee“, doch da es bewölkt war, konnten wir die Schönheit nur beschränkt bewundern. Es ist wirklich ein schöner See. Nach einer Weile stiegen wir wieder ein und fuhren weiter. Es ging nun in Richtung Berge, wo unser Shuttle mal Slalom fuhr, dann einer Bergstrasse hinauf. Schliesslich hielten wir an. Wir durften aussteigen, aber bloss keinen Kaffee kaufen. Was mich nicht betraf, da ich keinen Kaffee mag. Doch dafür bemerkte ich, wie eine Gruppe von Touristen sich um ein Schild sammelten. Neugierig fragte ich mich, was so an einem Schild spannend war und sah nach. Sie versammelten sich gar nicht wegen dem Schild um jenes, sondern um einen Kea! Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was ein Kea ist. Ihr habt euch das sicher schon gefragt, als ihr meine Begrüssung gelesen habt. Ganz einfach: Der Kea ist eine Papageienart, die nur auf der Südinsel von Neuseeland vorkommt. Sie ist sehr intelligent und wohnt in den Bergen. Auch sind sie bekannt, dass sie gerne Autos auseinandernimmt, also ist Vorsicht geboten!

Und tatsächlich! Es dauerte nicht lange, da begann der Kea unser Bus auseinanderzunehmen. Der Busfahrer beschloss, weiterzufahren. Wir hielten wieder bei einem Wald an und fuhren dann weiter bis zur nächsten Station. Unser nächster Halt war beim Chasm, fragt mich nicht, was das heisst! Keine Ahnung. Aber es war sehr interessant, da das Flusswasser die Steine richtig durchbohrt hatten und so interessante Formen hinterliessen.

 

 

Endlich kamen wir bei der Milford Sound Visitor’s Center. Dort bekamen wir von unserem Busfahrer ein Ticket fürs Mittagessen und zwei Tickets als Eintrittskarten für den Milford Deep und das Schiff. Ich und etwa fünf andere Personen bekamen noch ein weiteres Ticket: Wir gingen mit dem Kajak! Was mich etwas nervös machte: Mein erster Ausflug mit dem Kajak ging nicht sooo super… Ich war damals zu langsam und dann plötzlich alleine auf dem See, bekam eine Panikattacke. Nicht so toll… Aber damals hatte ich noch nicht meine Diagnose.

Doch zurück zum Ausflug: Wir bestiegen das Schiff und fuhren los, hatten unheimlich viel Glück, da wir gerade drei Tierarten sahen: Bottlenose dolphin/ Tümmler, Fur seals/Seebären und yellow eyed pinguin/ Gelbaugenpinguin! Noch dazu kam das supertolle Wetter! Was sind wir nur für Glückspilze! Schliesslich kamen wir beim Milford Deep an. Dort stiegen wir vom Schiff runter und ich ging Kajaken. Yip, yip Hurra???

Aber es zeigte sich, dass es ein toller Ausflug war und ich mich zu viele Sorgen gemacht hatte. Nur diese verdammten Mosquitos verdarben ein bisschen den Spass. Aaaargh, wie das juckte! Danach ging es in den Milford Deep, was sich als Museum mit Unterwasseraquarium entpuppte. Nur waren WIR in einem Aquarium und nicht die Fische. Leider kam auch dieser Besuch zu Ende und es ging zurück nach Te Anau.

 

 

Nach dem abenteuerlichen Tag am Milford Sound ging es am nächsten Tag auch wieder auf ein Schiff! Diesmal auf ein Jetboat. Yeah!

Ich hatte es in meinem YHA reserviert, doch lief zum Büro des Luxmore Jet’s, so hiess der Anbieter. Da ich aber noch zu früh war, wartete ich draussen, als ich auf einer Bank einen Fotoapparat bemerkte. Leider war die Batterie leer, da ich herausfinden wollte, wem er gehörte. So konnte ich auch nicht die Fotos checken. Auch war der Apparat noch ganz feucht, da es in der Nacht geregnet hatte. Weil ich es nicht besser wusste, brachte ich den Apparat zum Büro. Ohne Widerrede nahmen sie ihn und meinten, wenn der Besitzer sich nicht meldet, bringen sie ihn zur Polizei. Froh, dass ich mich nicht weiter um die Kamera bemühen musste, wartete ich auf mein „Taxi“. Es war natürlich ein kleiner Shuttle, der mich abholte, oder ein kleiner Bus, ganz wie ihr wollt.

Diesmal war ich voller Vorfreude, da ich in etwa wusste, was auf mich zukam. Und ich habe die Fahrt in Taupo ziemlich genossen. Nur machte ich einen ziemlichen dummen Fehler: Ich nahm das Innenfutter meiner Jacke heraus und zog nur das dünne Teil an. Auch trug ich nur ein T-Shirt. Keine gute Idee! Dazu mehr gibt es später. Ihr fragt euch sicher, ob es nicht da einen kleinen Grund gibt, warum ich diese Fahrt unternommen hatte. Recht habt ihr! Denn auf diesem Fluss, denn wir besuchten, wurde Teile von „Lord of the Rings – The Fellowship of the Ring“ gedreht. Er verkörperte Teile des Anduins. Nur wäre es via Helikopter einfacher gewesen, die Abschnitte dieses Flusses zu erkennen, da diese via Luftaufnahmen gedreht wurden. Zum Glück kannte unser Bootsführer die Abschnitte. Doch eines nach dem anderen.

Ich stieg in dem kleinen Bus und wir wurden nach ausserhalb von Te Anau gefahren. Als wir ausstiegen, wurden wir vom Bootsführer begrüsst und wir bekamen Schwimmwesten. Er teilte uns auch unsere Sitze zu. Ich bekam den ganz hinten, und das ganz links, wenn man von der Bootsnase steht und ausgeht. Schliesslich ging es los:

Der Wind pfiff mir um die Ohren und ich fror. Ich hätte mich besser dicker angezogen sollen, aber dafür war es zu spät. Die Fahrt machte Spass, aber ich fand diese in Taupo etwas besser, da es viel aufregender war. Nass wurde ich, anders als in Taupo, auch. Unser Bootsführer entschuldigte sich deswegen, aber ich lachte nur und meinte, ich er habe damit gerechnet. Seht euch auf dem Foto die Beine an, dann seht ihr, wie nass ich überhaupt wurde. Und doch trocknete es wieder.

 

 

Nachdem wir zurückkamen, lief ich in Te Anau rum. Ich war auf der Suche nach dem Kino. Fand es nicht sofort, dafür die Bibliothek, die schon zu war. Dank dem YHA hatte ich eine 10%-Vergünstigung für einen Film über Milford Sound. Auch brauchte ich ein bisschen Entspannung, was der Film mir auch gab. Es war ein toller Film, wunderschöne Bilder vom Fjord und gute Musik. Weder schlief ich ein, noch langweilte ich mich.

Nach der Vorstellung lief ich noch ein bisschen rum, da dies mein letzter Tag in Te Anau war.

Am 16. März ging es dann nach Dunedin! Schliesslich kehrte ich ins YHA zurück und ass eine Frucht zum Abendessen. Als ich Abwaschen wollte, fand ich noch ein ganz lustiges Meme von Gandalf aus „Lord of the Rings“.

 

Bis zum nächsten Mal-Miau!