Lissabon, Portugal, 2. Tag

Nachdem wir ja am Vortag nichts Schlaues gesehen haben, gingen wir diesmal sofort auf den Bus. Wir wollten die «grüne Linie» um das Schloss herum fahren und fragten den nächsten Busführer, ob wir Karten haben könnten. Dieser meinte allerdings, dass hier die Haltestelle der «roten Linie» sei und man für die grüne Linie zur entsprechenden Station ein paar 100 Meter laufen müsse. Da mein Vater allerdings zu faul war für die Aktion, liess er sich für die «rote Linie» überreden und beschloss, beim Spot «1» auszusteigen und auf die «grüne Linie» umzusteigen. Mein Vater löste also 4 Tickets für die «rote Linie», die wir eigentlich gar nicht wollten, und wir stiegen in den unbequemen Bus ein. Da es auf dem Bus oben leider keinen Platz hatte, sassen wir unten, wo man quasi nichts sah. Ging also schon mal nicht besser weiter als am Vortag!

Nach 2 Stationen wurden oben Plätze frei und meine Eltern beschlossen, dass sie doch hoch wollen! Super, genau dann, wenn man sich mal eingerichtet hatte! Genervt packte ich meine Sachen und ging nach oben, wo die Familie sich schon deponiert hatte. Ich sass neben meiner Schwester ziemlich weit hinten, meine Eltern sassen weiter vorne. Ich zog die Kopfhörer an und hörte die Informationen, die es im Touristenbus gab.

Wir sahen nicht viel Schönes. Erst fuhr der Bus, der übrigens eine Landkarte mit Super Design hatte, nach Bélem. Dort war es ja noch schön, allerdings interessierte mich das nicht. Es war kalt und mit dem Fahrtwind noch kälter! Zum Glück hatte ich meine Jacke dabei, meine Schwester im T-Shirt und den kurzen Hosen neben mir tat mir richtig leid! Ich sass im Bus ab und wartete, bis wir endlich bei Station «1» ankamen. Dabei hörte ich diesen Typen vom Bus reden und manchmal im Hintergrund lief so komische portugiesische «Schmalz»-Musik…

Nach fast 2 Stunden kam der Bus dann mal über 19 Stationen oder so bei Station «1» an. Doch kaum waren wir ausgestiegen, bereuten wir diese Tat auch schon! Es standen Riesen-Schlangen für alle Buslinien an! OH NEIN!!! Wir stellten uns hinten an. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Die Station «1» war so abgeschlagen von der Altstadt, dass man sie nicht zu Fuss hätte finden können! Ich guckte genervt auf die Uhr. 12:13! Auch DAS noch! Hätte ich ja gerade NICHT gebraucht! Ich ärgerte mich total über diese Tatsache, dass wir warten mussten. Ich guckte auf den Plan und der sagte, die «grüne Linie» fahre alle 25 Minuten! Na ganz klasse! Im nächsten Bus, der um 12:22 kam, bekamen wir keinen Platz mehr. Der Bus fuhr also ohne uns ab, die Schlange wurde etwas kürzer und die nächsten 25 Minuten kamen dran. Ich guckte die Karte an und ärgerte mich. Ich sah, dass wir, wenn wir in der «roten Linie» bis Station «5» sitzen geblieben wären, in der Nähe der Altstadt gewesen wären! Wir hätten also nicht dumm rumwarten müssen! Meine Eltern sagten, sie hätten ja nicht wissen können, dass sie für die «grüne Linie» so lange warten müssten. Ich hatte gedacht, bei Station «1» sei das Stadtzentrum. Ein ärgerliches Missverständnis, was uns mit dieser Warte-Qual bestrafte.

Immerhin hat sich das 40-minütige Warten gelohnt. Nach 3 Stationen stiegen wir bereits aus und dort war ein schöner Markt. Man hatte eine schöne Aussicht von der Plattform auf die Stadt. Auf dem Markt fand ich eine sehr schöne Kette für 9 Euro, aber der Preis war es mir wert. Sie hatte ein sehr schönes grün-blaues Ornamentmuster mit lila Elementen. Meine absoluten Lieblingsfarben! Als ich die Kette kaufte, bereute ich den Kauf nicht. Ich zog sie sofort an und war total glücklich.

Danach gingen wir zu Fuss weiter. Wir wollten zur Station «4» von der «grünen Linie» laufen. Wir fanden diese auch, doch fuhr uns gerade ein Bus vor der Nase weg und wir hatten keinen Bock auf 25 Minuten warten. Deshalb plante mein Vater, Station «6» anzulaufen. Wir machten eine Pause bei einer Gelateria und ich genoss ein Nusscreme-Schokoladen-Eis. Das war total lecker!

Wir gingen dann also weiter in die Richtung, wo wir dachten, wir fänden die Busstation «6». Ich wollte noch ein bisschen in Souvenirshops gucken gehen, da ich immer noch hoffte, ich könnte mehr finden als diesen Schlüsselanhänger vom Vortag. Meine Eltern warteten also und meine Schwester und ich gingen in einige Souvenirläden gucken. Einer von ihnen hat mich dann echt gefreut! Die hatten vier ganz coole Schlüsselanhänger mit den typischen Ornamentmustern von Lissabon. Die gefielen mir total gut! Meine Schwester kaufte sich einen von denen und ich kaufte mir gleich zwei, so dass nur noch einer übrig gelassen wurde. Einer hat eine Herzform und ein blau-gelbes Ornament-Muster, der andere ist rund, sehr massiv und hat ein super-cooles königsblaues Ornamentmuster. Die Schlüsselanhänger waren Nummer 422 und 423. Die Nummer 423 mit dem königsblauen Ornamentmuster gefiel mir so gut, dass ich beschloss, den zu einem meiner absoluten Lieblinge an meinem Schlüsselbund zu krönen.

Ich war sehr glücklich. Endlich fand ich meinen Portugiesen, dem ich diesen Mist von der Euro 2016 gönnen konnte. Endlich hatte ich einen Schlüsselanhänger der Reise gefunden, den ich zu meinen absoluten Lieblingen der Sammlung zählen konnte!

Schöne Aussicht von der Plattform, wo der Markt war.

Mehr Fotos machte ich leider nicht. Auf dem Bus war mir zu kalt. Als das Schiff durch die sehr bekannte Brücke des 25. April fuhr, war ich leider gerade am Mittagessen. Ich konnte die somit nicht fotografieren.