Glühwürmchen in Te Anau

Hallo alle miteinander

Und willkommen!

 

Mein dritter Tag in Queenstown. Und ich hatte noch ein bisschen mehr die Stadt erkundet, war wieder im Lord of the Rings-Shop und kaufte ein paar Souvenirs. Ausserdem ging es noch zu Fregburger, wo eine riesige Schlange draussen wartete, aber solltet ihr mal nach Queenstown gehen, ein Besuch ist es definitiv wert.

Am vierten Tag ging es dann schliesslich auf den Reitausflug. Es regnete. Eher gesagt, tröpfelte. Was nicht schlecht war, da es schon gestern ziemlich heiss gewesen war. Aber ich hatte heute keine Zeit zu verlieren, ich ging zum Treffpunkt, wo schon andere Leute warteten. Und dort standen wir eine ganze Weile und warteten auf unserem Shuttle. Viele fuhren neben mir durch, ohne anzuhalten. Ich fühlte mich etwas gestresst, versuchte mich aber zu entspannen, da ich schliesslich wusste, dass die Leute in Neuseeland nicht die pünktlichsten waren.

Endlich kam dann der Shuttle. Unser Fahrer kam raus und entschuldigte sich, ihr eigener Shuttle musste repariert werden, so hatten sie einen anderen ausgeliehen. Mich störte das nicht, war nur froh, dass es endlich gekommen war. So fuhren wir in Richtung Glenchory los, wo der Dart Stable zu Hause war. Dort lud uns unser Fahrer ab, er kam nicht mit, wir gingen ins Büro und bezahlten, dann ging es in ein kleines Nebenhaus, wo wir uns umziehen konnten. Wir bekamen auch Regenmäntel ausgeliehen und mussten unsere Taschen, Jacken und Schuhe dort zurücklassen. Ich hatte einen Apfel für „mein“ Pferd mitgenommen, aber leider vergessen, ihn in meinen Regenmantel einzupacken. Was für ein Pech! Zwar hatte ich auch nicht gedacht, dass wir nach ausserhalb von Glenchory fahren müssten. Draussen stand, in einer Weide, ein Schimmel (ein weisses Pferd), also nahm ich an, dass die Pferde hier waren. Noch nie war ich so falsch. Wir bekamen einen neuen Fahrer und mussten in einen Landrover einsteigen (ich denke, es war ein Landrover) und wurden zu den Pferden gefahren.

 

 

Dort auf einer Wiese, wurden wir noch zwei weiteren Personen vorgestellt, die uns auf unserem Reitausflug begleiten werden. Wir bekamen den Namen des Pferdes und mussten uns diesen merken. „Meins“ hiess Murphy. Als Murphy aufgerufen wurde, ging ich los und man half mir aufs Pferd. Was gut ging, denn Murphy war ein älteres Pferd und sehr geduldig. Dafür machte es immer eine Miene, als wäre er verärgert, aber eigentlich war er recht glücklich. Schade, dass ich den Apfel vergessen hatte.

Der Reitausflug war ganz schön, aber nach einer Stunde war dieser Spass vorbei. Wir stiegen wieder in den Landrover und fuhren durch die Landschaft. Er zeigte uns verschiedene Orte, an denen „Lord of the Rings“, „Wolverine“, und der „The Hobbit“ gedreht wurden. Ja, wir sahen sogar einer von den Stühlen Beorn’s (ein Charakter aus „The Hobbit – The desolation of Smaug“) und konnten die Szene von Boromir’s Tod nachspielen. (Dass der verstorben ist, daran hatte ich noch lange zu kauen, mochte ihn ziemlich)

Schliesslich kehrten wir zum Büro zurück und ich konnte einen meiner Äpfel dem Schimmel verfüttern. Ich gab unserem zweiten Fahrer noch einen Apfel für Murphy mit, schärfte ihn ein, dass dieser fürs Pferd sei. Die anderen Mitarbeiter, die das hörten, riefen ihm zu: „Hast du’s dir gemerkt? Der Apfel ist für Murphy und nicht für dich!“ So fuhren wir nach Queenstown zurück, wo ich mich am Abend mit einer neuen Freundin traf. Sehr zufrieden und müde, ging ich danach schlafen.

 

Am 13.03.2017 checkte ich aus meinem Hostel aus und ging am frühen Morgen zur Bushaltestelle. Ja, ich verliess an diesem Tag Queenstown, die Stadt der Abenteuer und es ging weiter nach Te Anau! Zuerst musste ich natürlich wieder einen Intercity nehmen. Die Fahrt sollte so bis zu 3 Stunden dauern. Ich setzte mich ans Fenster, um die Landschaft zu geniessen, so wie immer. Oder um ein Powernap zu machen. Te Anau ist eine kleine Stadt, die am Te Anau See liegt und nicht am Meer, aber trotzdem einen Art Strand hat.

Als wir in Te Anau ankamen, suchte ich mein YHA, was nicht so schwer zu finden war. So checkte ich ein, sah mich um und bemerkte ein paar Gutscheine für verschiedene Aktivitäten! Darunter waren der Milford Sound (hatte ich schon reserviert), ein Glühwürmchen-Höhle und eine Jetboottour! Zwar ohne Vergünstigung, doch egal! Ich konnte Glühwürmchen besuchen gehen! Hoooraaayy! Das wollte ich unbedingt machen, aber zu den Waitomo-Caves (auf der Nordinsel), ohne Auto, kann sich als sehr kompliziert entpuppen!

Aber hier konnte ich nur zum Hafen laufen und ein Schiff nehmen! Ohne zu zögern, buchte ich es und ging dann zu dem Anbieter, um zu zahlen und dort auf das Schiff zu warten. Ich traf auch noch andere Reisende, mit denen ich sprach.

Schliesslich kam unser Schiff. Nach dem Besteigen hörte man eine Ansprache via Mikrofon und konnten danach auch ins „Cockpit“ des Kapitäns reinschauen! Was sehr interessant war. Danach bestieg ich das Deck, sprach mit einem älteren Ehepaar und sie machten ein paar Aufnahmen von mir. Wir blieben auch sonst zusammen, da es einfach bei dieser Tour praktischer war, wenn man in Gruppen zusammenstand. Schliesslich erreichten wir eine kleine Insel, wo sich die Glühwürmchenhöhle befand. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Ich blieb in der Nähe des Ehepaars, wir wurden in die Gleiche eingeteilt. Unsere Gruppe ging zuerst ins Haus, wo wir noch etwas trinken und zu essen kaufen konnten und uns ein kleiner Film über die Glühwürmchen gezeigt wurde. Der Mann des Paares zahlte mir einen Tee und ein Cookie, worüber ich mich sehr freute und mich bedankte. Nachdem wir den Film geschaut hatten und ein paar Fragen stellen konnten, ging es los.

 

 

Wir liefen zu der Höhle der Glühwürmchen, was sich als ein sehr enger Gang entpuppte, wo man sich manchmal auch richtig bücken musste. Unsere Führerin zeigte uns die Höhle zuerst, bevor es zu den Glühwürmchen ging. Leider war es nicht erlaubt, Fotos zu machen. Aber beeindruckend war es! Denn das Wasser hatte die Höhlen ausgehöhlt und wunderschöne Formen in den Stein eingegraben. Schliesslich mussten wir zum Boot, das speziell für die Glühwürmchentour geschaffen worden ist. Es ging hinab in die tiefste Dunkelheit, erhellt durch weisse und grüne Lichtchen. Die Glühwürmchen. Also hatte ich in Franz Josef doch eines gesehen! Ich wusste es!

Man sah überall diese Lichtchen, hörte das Wasser und das Knirschen des Bootes, wenn es irgendwo noch am Felsen ankam. Doch ich hörte noch etwas mehr, mein Asperger machte sich wieder bemerkbar: ein Zirpen. Zirpen von verschiedenen Lebewesen, die ich nicht bestimmen konnte. Beim Raustreten der Höhle fragte ich bei der Führerin nach diesen Geräuschen. Sie antwortete, dass sie nur das Wasser hörte. Ta-da-da! Ich habe etwas mitbekommen, das vielleicht keine andere Person der Tour mitbekam! Was toll war! Diese Tour hatte mir gute Ideen und mit Inspirationen versorgt.

Zurück in Te Anau verabschiedete ich mich vom Ehepaar und sah mich in Te Anau um. Ich lief am See entlang, betrat einen Art Park, sah im Hafen ein Schiff ziemlich blank liegen und interessante Häuser. Schliesslich kehrte ich in mein Hostel zurück und legte mich hin.

 

Bis zum nächsten Glüh-Mal!