Fantasy Spektakel auf neuseeländische Art

Und ein armaggedisches Hallooooooo!

Es war in Dunedin ein spezielles Wochenende, denn es war Armageddon! Nein, nein, keine Panik, Leute, es war NICHT der Weltuntergang. Im Gegenteil, da schlug mein Nerdherz so richtig hoch: Es war ein FANTASY-SPEKTAKEL!!! Ein neuseeländisches! Doppeltes Glück! Ich glaube, mir kommen bald wieder die Tränen. HOOORAAAYYY!

So zog ich mich schnell an. Ich hatte leider kein Kostüm zur Hand, dafür ein Moria-T-Shirt. Herr der Ringe-Fans erinnern sich vielleicht noch an «die Gefährten»? Ja? Gut! Denn es ist das Tor zu Moria, welches ich meine. Ich nahm den Bus für nach Dunedin und sah mich dann um, auf welchen Bus ich umsteigen musste. Glücklicherweise bemerkte ich zwei Cosplayerinnen, denen ich mich anschloss. So fuhren wir zu dritt zum Spektakel.

Der Eintritt war sehr günstig, er kostete nur 10.-NZ$, dafür konnte man die Tickets auch nicht reservieren. Und die Schlange war riesiiiig! Aber es war sich wert, denn auch einer meiner Lieblingsschauspieler war dort: Billy Boyd. Wem der Name nichts sagt, er spielte Pippin in «The Lord of the Rings» und Barret Bonden in «Master and Commander». Und im deutschen Film «Mara und der Feuerbringer» spielte er einen Touristen.

Ich war so voller Vorfreude, dass ich nicht einmal bemerkte, dass ich zu früh dran war. Es war erst so nach 10.30 Uhr am Morgen und Billy Boyd sollte erst um 12.00 Uhr mittags auftreten. Es gab auch noch andere Schauspieler, aber er war der einzige, der mich wirklich interessierte. So schlenderte ich durch die Stände, bewunderte die Kostüme (sorry, keine Fotos dazu) und genoss die Umgebung.

Und endlich war es dann so weit! Der Auftritt von Billy Boyd. Was mir sofort auffiel, war sein toller, schottischer Akzent und grossartigen Sinn für Humor. Alle Besucher lachten sehr viel und er war ein fröhlicher Kerl. Man durfte auch Fragen stellen, was sehr praktisch war. Auch konnte man ihn besser verstehen als es der Fall bei Schweizer Fantasy-Events war. Vielleicht war es dort auch besser verständlich, weil es in einer Halle stattfand, die gut hallte.
Nach seinem Auftritt (und auch schon bevor) durfte man so kleine Tickets kaufen, für ein Foto oder ein Autogramm von ihm. Ich machte beides. Für das Foto zahlte ich 50.-NZ$ und für das Autogramm 30.-NZ$. Es gab auch so einen kleinen Tisch, wo man sich ein Bild auswählen durfte, dass er dann unterschrieb.

 

 

Okay, ich gebe es zu: Ich bin kein Fan von Game of Thrones. Habe ich das Gefühl, oder bin ich manchmal sehr heikel mit dem Geschmack? Schon bei Harry Potter mochte ich die Hauptfigur nicht. Doch eines meiner Geschwister ist ein grosser Fan von dieser Serie, so besorgte ich von einem Schauspieler namens Miltos Yerolemou, ein Autogramm. Falls euch das nichts sagt, er spielte den Lehrer von Arya Stark. Woher ich das weiss? War auf dem Foto abgebildet.
Danach durfte ich sogar noch mit meiner persönlichen Kamera ein Foto mit ihm und mir machen.
Er war echt ein netter Typ. Er suchte nach Spenden für ein Wohltätigkeitsprojekt, das ihm persönlich an seinem Herzen lag. Ich spendete auch etwas.

Schliesslich kehrte ich nach Mosgiel zurück, um mich auszuruhen und zu schlafen. Manchmal ist ein Einzelzimmer auch nicht so schlecht.

Am nächsten Tag musste ich wieder mal umziehen. Von Mosgiel ging es zurück nach Dunedin. Was sehr schade war, da ich mich am vorherigen Abend noch mit ein paar Mitarbeiterinnen unterhalten hatte. Sie waren sehr nett, aber so ist es halt mit dem Reisen: Man trifft nette Leute, muss sie aber wieder auch zurücklassen. Und auch mit Ländern…

Wie auch immer, zurück zu meinen Erlebnissen. Ich packte alles zusammen und checkte dann aus, ging zum Bus und fuhr in die Stadt. Dort checkte ich in das mir schon bekannte Hostel ein und ging dann zur Bushaltestelle. Natürlich wollte ich unbedingt wieder ins Armageddon! Denn wann würde ich Billy Boyd schon das nächste Mal treffen? Leider bemerkte ich etwas zu spät, dass ich an der falschen Busstelle wartete und verpasste seinen Bühnenauftritt. Wie auch immer, ich holte mir noch ein weiteres Autogramm von ihm und konnte noch ein paar Worte mit ihm wechseln.
Auch Miltos Yerolemou war dort und ich bedankte mich bei ihm, meine Schwester hatte riesige Freude an der Autogrammkarte, als ich es ihr via WhatsApp mitteilte. Eines muss man diesen beiden Schauspielern lassen: Ihre Fans liegen ihnen zu Herzen. Doch ich denke, das ist bei den meisten Schauspielern so.

Nachdem ich mit den Herren ein paar Worte gewechselt hatte, schlenderte ich wieder bei den Ständen vorbei. Ihr habt die Fotos mit den Legos sicher bemerkt, oder? Ja, es gab dort einen Stand, wo sie eine ganze Stadt, Star Wars-Figuren und Umgebung, und noch vieles mehr, nachgebaut hatten. Ich fand das sehr beeindruckend.
Es gab auch am Sonntag wieder sehr tolle und gut nachgemachte Kostümen. Ich zeige nie Fotos von anderen Personen, ohne ihre Erlaubnis gefragt zu haben, daher gibt es dazu keine Bilder.

Ich schlenderte weiter durch die Stände und machte mir ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk:
Zwei Boxen mit «Herr der Ringe» Figuren. Eine stand zwar alleine, bei der zweiten waren es ganze sechs Figuren! Es kostete einen schönen Batzen Geld, aber hey – ich wurde dieses Jahr ein Vierteljahrhundert! Also, in anderen Worten: Ich bin 25 Jahre alt geworden. Hurra…?
Meine Güte, schon ein ganzes Vierteljahrhundert erlebt? Ging recht zackig. Ausser Mathestunden, die waren lahme Schnecken.

 

 

Es gab auch ganz viele Comicstände, doch sie waren nicht wirklich nach meinem Geschmack, sie waren dazu zu verwirrend und unverständlich. Oder ich war ganz einfach für sie zu doof. Man kann ja nicht bei jedem nachkommen. Na ja, jedem seine Vorlieben.
Auch ganz viele Mangas und Animes wurden zu Verkauf angeboten. Sie hatten sogar eine grosse, weisse Leinwand aufgestellt, wo sie Werbungen für neue Animes abspielten oder man spielen konnten. Ich probierte es nicht. Ich habe zwar eine PS4-Konsole zu Hause, aber meine Spielart ist sehr bescheiden… okay, bis ganz schlecht. Muss das noch ein bisschen verbessern.
Ich ass am Event zu Mittag. FastFood. Schmeckte nicht schlecht, aber ich vermisste ein bisschen die Früchte. Schliesslich war nun der Herbst eingezogen und Früchte wuchsen hier sehr gut.

Ich kam auch nicht umhin, eins meiner Lieblingsmangas zu kaufen. Auch Spielkarten kamen neu ins Gepäck. Und ich holte mir auch noch schöne T-Shirts, typische Fan-T-Shirts von «Herr der Ringe», eins von «Harry Potter» und dazu noch eines von «Fantastische Wesen und wo sie zu finden sind».
Auf Pottermore.com hatte ich den Test gemacht und fand raus, dass ich nach Ravenclaw gehörte.
Klasse! Ich mag Ravenclaw.

Nach einer Weile bemerkte ich, dass es immer wie weniger Leute gab und der Event leider zu Ende ging. So verliess ich das Edgar Centre und fuhr mit dem Bus nach Dunedin zurück. Dort lief ich noch in der Stadt rum, bis schliesslich das Bett rief.

Bis dann!