Amsterdam, Niederlande

Auch Amsterdam war mir bereits vor dieser Kreuzfahrt bekannt, ebenfalls von der Kreuzfahrt, die wir vor vier Jahren gemacht hatten. Ich hatte nicht gerade positive Rückmeldungen meines Bruders und seiner Freundin erhalten, was Schlüsselanhänger betrifft. Sie waren an Weihnachten dort gewesen und wollten uns eigentlich etwas mitbringen, fanden aber nur uncoole Kiffer-Anhänger. Daher hatten sie nichts mitgebracht.

Ich wusste allerdings, dass ich ja einen Schlüsselanhänger finden muss und da ich von vor vier Jahren wusste, dass im Stadtzentrum ein riesiger Souvenirladen steht, wollte ich unbedingt dorthin. Wir liefen nach dem Frühstück mal los und erreichten die Stadt gut zu Fuss.

In den ersten Shops waren wirklich in etwa die Anhänger drin, die mein Bruder mir beschrieben hatte. Ich wollte aber einen schöneren Abschluss für meine Schlüsselanhänger-Gruppe. Also kaufte ich logischerweise nichts, was ich unter 9/10 bewertete. Nach einigem Laufen kamen wir zu einem Platz mit einem Riesenrad. Ich sah links davon den grossen Shop. Natürlich musste ich dort rein. Ich guckte mir die Schlüsselanhänger-Wand an und sah direkt einen schönen Anhänger. Er war so ein Flaschenöffner mit einer coolen Form, wo man einige Sehenswürdigkeiten Amsterdams drauf sehen konnte. Mir gefiel der Anhänger nach dem Kauf sogar besser als mein bisheriger Favorit aus Lissabon, doch der Hype war nur bis Anfang Mai…

Nach dem Shop wollte meine Mutter unbedingt zum Schloss gehen, so beschlossen wir, das zu suchen. Wir liefen so einen Weg entlang, doch fanden wir dieses Schloss nicht. Also guckten wir wieder auf die Karte und stellten fest, dass wir schon daran vorbei sind. Wir liefen also zurück und mussten feststellen, wie doof wir doch waren, denn hinter dem Riesenrad befand sich genau dieses Schloss! Somit war der Schlossplatz also von diesem Rummelplatz überfüllt und das Schloss konnte ich nicht fotografieren.

Meine Familie wollte das Schloss doch sehen und ging auf das Riesenrad, aber nicht mit mir, denn ich fürchte mich davor, es könnte ja sein, dass die Gondel, in der ich sitze, abstürzt, und wehe, sie hat die Nummer 13! Ich wartete also vor dem Riesenrad und sah meiner Familie zu, wie sie an der langen Schlange wartete. Dabei guckte ich mir meinen neuen Schlüsselanhänger an, den ich nach meinem Lieblingskellner Weranga aus dem Bella Donna Restaurant benannt habe. Die Nummer 427 enthält die 27, nur das freute mich schon, und ausserdem war er mein neuer Liebling. Ich konnte die Freude daran haben und langweilte mich nicht, während die Familie anstand.

Nach einer halben Ewigkeit erhielten sie die Gondel Nummer 18, ich dachte schon, sie kriegen die 13, aber die ging an die Familie vor ihnen. Ich sah erst nicht, welche Nummer sie haben, ich konnte die Zahl erst sehen, als es eine Runde drehte. Nach drei Runden stiegen sie wieder aus und ich passte sie hinter dem Riesenrad ab. Danach liefen wir wieder zurück zum Schiff.

Ich habe in Amsterdam keine neuen Eindrücke machen können, ich sah nur lauten Rummel und ein Riesenrad. Dennoch war ich sehr zufrieden mit dem Schlüsselanhänger, den ich finden konnte. Ich hatte nun alle 10 Andenken der Reise und war sehr zufrieden mit denen.

Damit ich doch noch ein Foto habe, fotografierte ich auf dem Rückweg zum Schiff das Bahnhofsgebäude.